
Die weltweiten Verkäufe von Elektrofahrzeugen beliefen sich im Februar 2026 auf 1,1 Millionen, mit einem jährlichen und sequenziellen Rückgang, während Europa dank Subventionen wächst.
Die weltweiten Verkäufe von Elektrofahrzeugen erreichten im Februar 2026 1,1 Millionen, ein Rückgang von 11% im Vergleich zu Januar 2026 und zum Vorjahresmonat, so Benchmark Mineral Intelligence (BMI).
In den ersten beiden Monaten des Jahres zeigt sich ein klares regionales Muster auf dem Weltmarkt: China entfiel auf 1,1 Millionen der weltweit verkauften 2,2 Millionen E-Fahrzeuge, also die Hälfte des Gesamtbetrags. Europa lag bei 0,6 Millionen, Rest der Welt bei 0,37 Millionen und Nordamerika bei 0,17 Millionen.
China: Starke Rückgänge aufgrund interner Politik
Die politische Revolution in China spiegelte sich in einem Rückgang der Verkäufe um 32% im Februar 2026 im Vergleich zum Februar 2025 wider. Die BMI nennt die Wiedereinführung einer Kaufsteuer für E-Fahrzeuge, erstmals seit 2014, und Anpassungen im Fahrzeugtauschprogramm als Schlüsselfaktoren für diese Verschiebung.
Europa hält das Tempo, Nordamerika verliert an Boden
In Europa stiegen die Verkäufe im Februar 2026 im Monatsvergleich um 1% und verzeichneten im Jahresverlauf einen kumulierten Zuwachs von 21%. Aktive Subventionen in Frankreich und Deutschland trugen mit 30% bzw. 26% zur Verstärkung des regionalen Schocks auf dem Markt bei.
Laut BMI bleibt Europa der Wachstumsmotor, während Nordamerika weniger Zugkraft erfährt und sich China an interne politische Änderungen anpasst, auch wenn die Exporte zunehmen.
Herausforderungen in Nordamerika und Signale im Batteriensektor
Die BMI verzeichnet auch einen Rückgang der Verkäufe bei wichtigen Herstellern in der Region: Honda, Ford und Kia verzeichneten kumulierte Rückgänge von 81%, 70% bzw. 52%. Im Dezember kündigte Ford an, die E-Fahrzeugkapazität nach Verlusten von fast 20 Milliarden US-Dollar zu reduzieren.
Ein weiteres Branchen-Highlight ist der Rückzug von SK On, der Batterietochter von SK Innovation, die mehr als ein Drittel ihrer Belegschaft in Georgia entlassen hat. Trotz der Auflösung des Joint Ventures BlueOval SK – das eine Fabrik in Tennessee und Betriebe in Kentucky umfasste – wurde die schwache Nachfrage nach E-Fahrzeugen auf dem amerikanischen Markt als Motiv für die Trennung genannt.
Rückgänge und technologische Fortschritte im Fokus
Trotz des herausfordernden Szenarios gibt es einen optimistischeren Ton für die Batterielieferkette. Der Festkörperbatteriesektor erhält positive Aufmerksamkeit von der BMI, wobei Analystin Xin Yen die Integration von Festkörperbatterien bereits für 2027 und die Möglichkeit der Massenproduktion um 2030 hervorhebt.
Diese Trends zeigen sich inmitten von Daten, die die regionale Dynamik verdeutlichen: Europa bleibt stark als Motor, China befindet sich in einer regulatorischen Neuausrichtung und Nordamerika kämpft angesichts hoher Kosten und Politik darum, wieder an Fahrt aufzunehmen.
Abschließende Phase: Leserbeteiligung
Welche Art von staatlichen Politiken wird Ihrer Meinung nach den größten Einfluss darauf haben, den Schwung bei den EV-Verkäufen in den kommenden Monaten aufrechtzuerhalten? Hinterlassen Sie Ihren Kommentar unten und teilen Sie Ihre Perspektive, was dieses globale Panorama verändern könnte.






