
Rivian plant die Auslieferung des R2 ab April; Analyst erhöht das Kursziel auf 20 US-Dollar und prognostiziert eine Nachfrage von bis zu 335.000 Einheiten in den USA.
Rivian zielt mit dem R2 auf eine Wende ab
Rivian bestätigte, dass die Auslieferungen des R2 im April beginnen werden, was einen entscheidenden Schritt zur Erweiterung seiner Reichweite im Segment der erschwinglichen EVs darstellt.
Der R2 ist mit einem Startpreis von rund 45.000 US-Dollar die günstigere Option des Herstellers. Der endgültige Preis wird am 12. März bekannt gegeben, während der durchschnittliche Transaktionspreis für ein Neuwagen im Januar bei 49.191 US-Dollar lag, was die Herausforderung unterstreicht, das Fahrzeug erschwinglicher zu machen.
Analyst sieht Nachfrage über den Erwartungen
TD Cowen stufte Rivian von „Hold“ auf „Buy“ hoch und setzte ein Kursziel von 20 US-Dollar pro Aktie fest. Itay Michaeli prognostiziert eine jährliche Nachfrage in den USA zwischen 212.000 und 335.000 Einheiten, sobald die Produktion an Fahrt gewinnt. Diese Zahlen übertreffen die Konsensschätzungen und könnten Umsatz und EBITDA für 2027 ankurbeln.
Die Aufwärts-These hängt von der Erholung des US-EV-Marktes ab, mit der Einführung von Modellen der nächsten Generation, einer stärkeren Verbreitung des autonomen Fahrens in den nächsten 18 Monaten sowie dem anhaltenden Trend sinkender Preise in der Branche.
Was der R2 für Rivian bedeutet
Der R2 wird als die relevanteste Waffe zur Steigerung der Akzeptanz angesehen, da er das günstigste Modell mit einem Startpreis nahe 45.000 US-Dollar ist. Dennoch könnte dieser Preis Teile der Käufer ausschließen, insbesondere angesichts der Abschaffung von Bundesanreizen und der Tatsache, dass der durchschnittliche Transaktionspreis bei rund 49.000 US-Dollar liegt.
Die Produktionsausweitung hängt vom Werk in Georgia ab, mit Lieferzielen für 2026 zwischen 62.000 und 67.000 Fahrzeugen, wobei der R2 erheblich zu diesem Volumen beitragen wird. Sollte Rivian die Produktion stabil halten und die Untergrenze ihrer Nachfragespanne erreichen, sieht Michaeli einen klaren Weg, Verluste zu reduzieren und zukünftig ein positives EBITDA zu erzielen.
Diese Ansicht deckt sich mit dem Szenario, dass die Aktien bereits einen Großteil der Erwartungen für den R2 eingepreist haben, wobei der Markt bisher nur verhalten reagiert hat.
Marktrealitäten, die die Begeisterung dämpfen sollten
Trotz des Optimismus bleibt das EV-Umfeld herausfordernd. Verbraucherumfragen deuten auf Zögern bei Ladevorgängen, Kälteperformance und den Gesamtkosten des Besitzes hin. Hybride gewinnen an Boden, während große Hersteller ihre EV-Ziele angesichts aggressiver Rabattaktionen anpassen.
Rivian muss sich auch mit der Konkurrenz durch das überarbeitete Model Y von Tesla sowie neue chinesische Wettbewerber und Angebote traditioneller Hersteller mit aggressiven Rabatten auseinandersetzen.
Fazit
Trotz des Potenzials besteht das Risiko, dass die Nachfrage unter der Spanne von 212.000 bis 335.000 Einheiten bleibt, insbesondere bei Produktionsverzögerungen oder geringerer als erwarteter Nachfrage. Bei Aktienkursen um 17 US-Dollar sind hohe Erwartungen an den Hochlauf des R2 geknüpft. Der Moment erfordert konkrete Beweise für Traktion – stabile Auslieferungen, Kundenbewertungen und Margenverbesserungen –, bevor Investitionsentscheidungen getroffen werden.
Und Sie, verfolgen Sie den R2 genau oder warten Sie lieber auf die ersten Auslieferungen, um den Erfolg der Strategie zu bestätigen? Teilen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren mit.






