
Ein Gesetzentwurf in Washington könnte es Rivian und Lucid ermöglichen, Elektroautos direkt an Verbraucher zu verkaufen und damit Tesla gleichzustellen.
Ein Vorschlag in Washington macht Fortschritte im Senat, um Rivian und Lucid den direkten Verkauf von Elektrofahrzeugen an Verbraucher zu gestatten. Damit würden sie Tesla gleichgestellt, das seit 2014 bereits das Recht auf Direktverkauf im Bundesstaat hat.
Was sich durch den Gesetzentwurf 6354 ändern würde
Der am 19. Februar eingebrachte und vom Transportausschuss verabschiedete Gesetzentwurf legt spezifische Regeln fest, damit nur qualifizierte Hersteller direkt verkaufen dürfen. Bei Annahme und Unterzeichnung hätten Rivian und Lucid die gleiche Behandlung wie Tesla.
- Eingeschränkte Berechtigung: Ein in den USA ansässiges Unternehmen, das ausschließlich batterieelektrische Fahrzeuge herstellt, mit mindestens 300 registrierten Fahrzeugen in Washington bis zum 1. Januar, das mindestens eine Serviceeinrichtung im Bundesstaat betreibt und das nie eine Franchisevereinbarung mit einem Autohändler hatte.
- Umgehungsschlupflöcher schließen: Das Gesetz verhindert, dass große Automobilhersteller Tochtergesellschaften gründen, um das Händlermodell zu umgehen.
Befürworter argumentieren, dass die Kriterien die Berechtigung einschränken, was chinesische Billigmodelle ausschließen könnte, falls sie auf den nordamerikanischen Markt kommen.
Warum Rivian bereit ist, Millionen zu investieren
Rivian hat bereits im Januar 4,5 Millionen US-Dollar bereitgestellt und sich verpflichtet, weitere bis zu 20 Millionen US-Dollar an ein politisches Komitee zu zahlen, das zur Verteidigung einer möglichen Volksinitiative im Jahr 2026 eingerichtet wurde. Es gibt Berichte, dass das Unternehmen bis zu 50 Millionen US-Dollar ausgeben könnte, um die Genehmigung durch eine Volksabstimmung zu sichern.
Befürworter betonen, dass die Verfolgung des Gesetzgebungsverfahrens entscheidend ist, um eine kostspieligere Kampagne hinsichtlich der Zukunft des Direktverkaufs von EVs im Bundesstaat zu vermeiden.
Wer sich qualifizieren kann und wer außen vor bleibt
Der Text legt strenge Kriterien fest: Nur Hersteller, die die oben genannten Anforderungen erfüllen, können teilnehmen, was darauf hindeutet, dass etablierte Hersteller ohne wesentliche Änderungen Schwierigkeiten hätten, sich einzugliedern. Dies deutet auch darauf hin, dass billigere chinesische Fahrzeuge ausgeschlossen würden, wenn sie die Regeln nicht erfüllen.
Widerstand traditioneller Automobilhersteller
Die Alliance for Automotive Innovation lehnt den Vorschlag ab und argumentiert, dass alle Automobilhersteller unter den gleichen Regeln operieren sollten. Die Gruppe verwies auf den Fall Tesla und warnte davor, dass neue Unternehmen, auch mit staatlicher Unterstützung, versuchen könnten, auf den amerikanischen Markt zu gelangen.
Abgeordnete Rep. Amy Walen, Vorsitzende des Ausschusses für Verbraucher- und Unternehmensschutz des Repräsentantenhauses, sagte, sie habe das Projekt nicht eingehend verfolgt, und bemerkte, dass robustere Verbraucherschutzmechanismen sowie zusätzliche physische Präsenz (mehr Showrooms und Werkstätten) erforderlich wären, um das Direktverkaufsmodell zu rechtfertigen.
Wie es weitergeht
Sollte der Gesetzentwurf im Senat voranschreiten, könnte er direkt an den Transportausschuss des Repräsentantenhauses weitergeleitet werden, was den legislativen Weg beschleunigen und kostspielige Kampagnen zu diesem Thema vermeiden könnte.
Die Zukunft des Direktverkaufs in Washington wird vom nächsten Schritt in der Legislative abhängen.
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